Himmlische Ruh Der alte Mann scheint müd zu sein er sitzt auf seiner Wolke im Kreise seiner Engelein dem himmlischen Gefolge Er murmelt in den Rauschebart der unverständlich Worte Der Englein Ohren lauschen zart an diesem heilig Orte Der liebe Gott schaut mürrisch drein schon wieder Lärm da unten die sollen doch mal ruhig sein wenn ich in Schlaf versunken Ein Engelein ganz zart und fein reicht ihm devot manierlich ein wohlgefülltes Becherlein mit Schlafestrunk gebührlich Warum sollte es IHM da oben auch besser gehen als uns Menschen da unten Ihr lieben Menschenkinder so gerne ich euch auch hab so gebt doch einfach mal ein bisschen Ruhe damit ich endlich schlafen kann Der alte Mann recht lange schon liebt wohl ein Schlücklein Wein wenn reizbar er doch auch obschon es sollte hier nicht sein Ihm fallen bald die Augen zu derweilen die da unten die geben einfach keine Ruh so geht das nun seit Stunden Nein eher doch schon jahrelang der Krach von Menschen drunten dem lieben Gott ist nicht mehr bang hat in den Schlaf gefunden

Vorschau Kein schöner Land Seite 84
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